.Alkoholsucht

 

Von Julia Dobmeier 15. August 2016Nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von MedizinerngeprüftDie Alkoholsucht ist keine Charakterschwäche, sondern eine verbreitete seelischeErkrankung, die jeden treffen kann. Sie betrifft Menschen aus allen gesellschaftlichenSchichten, junge und alte, Frauen wie Männer. Die meisten Menschen in Deutschlandkonsumieren mehr oder weniger Alkohol. Doch wann spricht man von einerAlkoholabhängigkeit, und wie kann man diese behandeln? Lesen Sie hier allesWichtige zum Thema Alkoholsucht.ICD-Codes für diese Krankheit: F10Alkoholsucht: BeschreibungAls Alkoholsucht bezeichnet man die Abhängigkeit vom Stoff Ethanol, der inalkoholischen Getränken enthalten ist. Frühere Bezeichnungen der Alkoholsucht sindTrunksucht, Äthylismus oder auch Potomanie.Alkoholentzug In vielen Ländern ist Alkohol ein fest verankerter Bestandteil der Kultur. So wie derWein zum Alltag der Franzosen gehört, ist das Bier ein Bestandteil der deutschenKultur. Das Trinken von Alkohol ist gesellschaftlich anerkannt. Als legale Droge ist erleicht erhältlich und jederzeit verfügbar und vergleichsweise günstig. Er entspannt,hebt die Stimmung und enthemmt. Die Gefahr, zu viel zu trinken, ist daher groß.Eine Alkoholkrankheit ist nicht immer offensichtlich zu erkennen. Manche Betroffenenverbergen ihre Alkoholsucht jahrelang so geschickt, dass niemand etwas davonmitbekommt.Viele Menschen verbinden das Wort Alkoholiker mit dem Bild eines Obdachlosen.Doch Alkoholismus ist ein Problem, dass in jeder Gesellschaftsschicht auftaucht undebenso Jung wie Alt, Frauen und Männer betrifft.Typen der AlkoholsuchtAbhängig vom Trinkverhalten kann man verschiedene Typen unterscheiden. Dersogenannte Spiegeltrinker konsumiert eher geringe Mengen Alkohol, allerdingskontinuierliche über den ganzen Tag. Dieser Typus hält so eine gewisse Konzentrationan Alkohol im Blut aufrecht, um keine Entzugserscheinungen zu spüren.Im Gegensatz dazu gibt es den Rauschtrinker, der sein Trinkverhalten nicht zügelnkann und jedes Mal bis zum starken Rausch weitertrinkt. Er gewöhnt sich an eineimmer höhere Menge von Alkohol. Diese Form des chronischen Alkoholabusus trittam häu􀂡gsten auf.Deutlicher seltener ist der Kon􀂢ikttrinker, der nur dann übermäßig trinkt, wennProbleme oder Kon􀂢ikte auftreten. Dieser Typus setzt den Alkohol zur Bewältigungvon Schwierigkeiten ein.Dann gibt es noch den episodischen Trinker, der phasenweise exzessiv trinkt unddann wieder einige Wochen abstinent bleibt. Dieses Trinkverhalten wird auch alsDipsomanie bezeichnet.Alkoholsucht und andere psychische ErkrankungenIn vielen Fällen tritt die Alkoholsucht nicht alleine, sondern in Begleitung einer anderenpsychischen Störung auf (Komorbidität). Am häu􀂡gsten sind Angststörungen, wiezum Beispiel Panikstörungen oder Phobien. Viele Alkoholiker leiden außerdem anDepressionen. Unter den schizophrenen Patienten be􀂡nden sich ebenfalls häu􀂡gAlkoholiker.Es ist schwierig festzustellen, ob eine psychische Störung zur Alkoholsucht geführthat oder der Alkohol psychische Probleme verursacht oder verstärkt hat. InKombination mit einer psychischen Störung ist das Suizidrisiko vonAlkoholabhängigen erhöht. Eine möglichst rasche Behandlung beider Erkrankungenist daher erforderlich.